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Galsan Tschinag

Galsan Tschinag wurde 1944 im Hohen Altai in der westlichen Mongolei als jüngster Sohn einer tuwinischen Familie geboren. Seine Tante Pürwü war Schamanin und bildete ihn im Schamanismus aus. 1962 bis 1968 studierte er Germanistik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig und beendete sein Studium mit einer Diplomarbeit über Erwin Strittmatter. Er kehrte danach in die Mongolei zurück und arbeitete als Deutschlehrer an der staatlichen mongolischen Universität. 1976 wurde ihm die Lehrerlaubnis wegen politischer Unzuverlässigkeit entzogen.

1980 wurde bei Galsan Tschinag im  Alter von nur 36 Jahren ein schweres Herzleiden diagnostiziert. Der Autor arbeitete zuvor 12 Stunden täglich als Dozent an allen vier mongolischen Universitäten. Allein seine schamanischen Kräfte und viel Sport haben ihm das Leben gerettet.

Heute lebt er den größten Teil des Jahres in der Landeshauptstadt Ulaanbaatar gemeinsam mit seiner knapp 20-köpfigen Familie und verbringt viel Zeit auf Lesereisen im deutschsprachigen Ausland. Je ein Drittel des Jahres verbringt er in Ulaanbaatar, in Europa und in der westmongolischen Steppe bei seinem tuwinischen Stamm. Er schreibt seine Romane, Erzählungen und Gedichte meist auf Deutsch. Seine Erzählungen wurden auch in zahlreiche andere Sprachen übersetzt.

1992 erhielt er den Adelbert-von-Chamisso-Preis, der von der Bayrischen Akademie der Schönen Künste in München und der Robert Bosch Stiftung Stuttgart an ausländische Autoren vergeben wird, die in deutscher Sprache schreiben.

1995 folgte der Puchheimer Leserpreis, 2001 der Heimito-von-Doderer-Literaturpreis, 2008 der Literaturpreis der Kulturstiftung der deutschen Wirtschaft im BDI und 2009 der Europäische TREBBIA-Preis für sein Lebenswerk.

Bereits im Dezember 2002 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz für seine intensiven Bemühungen um eine Verständigung zwischen den Kulturen verliehen.

Die Beziehung zu seinem umfassenden Volk beschreibt Tschinag als ein kontinuierliches Geben und Nehmen. Die Geschichten aus seinen Büchern sind die Geschichten des Volkes. Das Honorar von seinen zahlreichen Lesereisen verwendet er, um die Menschen in seinem Volk finanziell zu unterstützen. Ohne seine Erlaubnis darf niemand zum Arzt gehen, vorher muss sich die betreffende Person von dem Schamanen untersuchen lassen. Neunzig Prozent dieser Krankheiten, so Tschinag, können von ihm selbst geheilt werden. Als sein Stellvertreter gilt sein jüngster Sohn Galtai Galsan, der auch die Nachfolge als Stammesoberhaupt von seinem Vater erben wird.

2009 gründete er die Galsan-Tschinag-Stiftung, die unter anderem ein Projekt zur Wiederaufforstung in der Mongolei betreibt. Zu den weiteren Projekten der Stiftung gehört die Förderung der schulischen und beruflichen Ausbildung der Nomadenkinder in der Mongolei.

 

29. November, 18.00 h
Eine Anmerkung: Galsans Bemerkungen mit dem Zungenkuss sind als Scherz zu verstehen, dies gestand er uns nach dem Interview :-)

Bücher von Galsan Tschinag

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6 Gedanken zu „Expertenseite Galsan Tschinag“

  1. Ganz herzlichen Dank für dieses tiefgehende Gespräch mit diesem wunderbaren Mann, der so bescheiden, voller Liebe und selbstverständlich über das Leben, sein Leben und Heilung spricht. Er ermutigt dazu, ihm nachzueifern und zum wahren Leben zurückzufinden.
    Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Interview miterleben durfte.
    Liebe Grüße Erika

  2. Liebe Eva,
    euer Kongress ist so interessant und deine Moderation ist so wunderbar, vielen herzlichen Dank, auch an die großartigen Speaker.
    Ich hoffe, es gibt am Ende noch einen Bonustag, an dem alle Speaker nochmal frei geschaltet werden.
    Heute habe ich das Interview mit Galsan Tschinag zwei Mal gehört und bin noch immer zutiefst berührt von seiner Art. Ich fühle mich bestätigt, erfreut und es macht mich stark, ihn reden zu hören, weil ich schon immer so gefühlt habe, worüber er spricht.
    Die Verbindung zur Natur, besonders von dem blauen Himmel, von dem er am Ende zu dem Bild im Katalog spricht… das ist so wahr….
    der blaue Himmel, der seit Jahrzehnten durch kranke lebensverneinende Geister mit Chemtrails verschmutzt wird, was bei mir den chronischen Tinnitus verschlimmert… denn da werden so viele Stoffe versprüht, die auf das Nervensystem einwirken … uns krank machen… Dr. Klinghardt zeigt in seinen Vorträgen und Studien auf, welche Auswirkungen diese täglichen Giftsprühungen vom Himmel auf die Erde herab für unsere Gesundheit haben. Auch Flugingenieur Franz Miller.at hat sich intensiv diesen Chemtrails als Aufklärer gewidmet.
    Das saubere Blau des Himmels ist genauso verschmutzt wie das saubere Blau der Meere usw. und es ist bereits zu spät, um die Erde noch zu retten. Aber wir können solange wir leben, trotzdem etwa tun… mit unserem Bewusstsein noch achtsamer und schärfer in eigenverantwortlicher Wahrnehmung, den Umweltschutz im Alltag fortsetzen, d. h. Bäume und Wälder retten, Blumen Pflanzen, Müll aufsammeln… usw. Vorbild sein…, also bei uns selbst beginnen… und intensiv daran glauben, wie es Galsan Tschinag tut, wenn er von seiner Art der Heilung spricht, dass auch unser minimales positives vorbildliches Denken und Handeln in diesem Sinne, für das Leben und die Natur ist. Auch ich habe seit über 20 Jahren chronischen Tinnitus und es ist unsagbar schön, wie Galsan über seine erfolgreiche Heilmethode dazu spricht. Ich möchte ihn alleine deshalb treffen und werde recherchieren, wann das machbar ist.
    Danke Danke Danke an dich und Galsan Tschinag für die Liebe !!! Danke auch an alle, die zu diesem Kongress beigetragen haben.
    Danke Danke Danke an das Universum.
    Alles Liebe und Gute !

    Möge Heilung gescheh‘ n
    Möge Heilung gescheh‘ n
    Heilung für dich
    Heilung für mich… ( Joachim Goerke, sajema.de)

    Herzliche Grüße aus Bremen
    Sylvia

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